Mittwoch, 5. September 2012

Du weißt. Du weißt nicht.


Meist hat man so ein inneres Bauchgefühl. Man merkt, dass etwas nicht stimmt. Ich habe es schon so oft gespürt. Erst ist es so als würde dir jemand ins Ohr flüstern. Eine Warnung, die nicht sofort realisiert wird. Und dann nistet sich dieser Gedanke in dein Gehirn, das direkt ein Signal an den Unterleib schickt. Vorbei ans Herz, welches kurz sticht. Und dann ist dir schlecht. Und du weißt nicht warum. Die ganze Zeit.

Du überlegst.
Du schätzt.
Du ahnst.
Du glaubst.
Du denkst.
Du weißt.
Du weißt nicht.

Du vertraust einfach nur. Blind. Bist begeisert von einem Menschen. Willst ihm nur Gutes. Doch manchmal stimmt etwas nicht. Gedanken huschen hin und her und du weißt, dass in diesem Menschen doch noch etwas Anderes steckt. Doch ignorierst du es wieder, da du beeindruckt bist von diesem geschauspieltem Ich. Und dann denkt man nicht weiter. Manchmal kommen Fremde, die mit dieser Freundschaft nicht einverstanden sind. Sie provozieren. Sie zeigen sich. Und man denkt, SIE sind diejenigen, die alles kaputt machen könnten. Aber die Gefahr, wo du denkst, dass sie sich von außen immer weiter annähert, war schon die ganze Zeit da. Nicht in dem ernannten Feind. Sondern im gedachtem Freund. Und es ist wie eine Klatsche ins Gesicht, wenn dir ein Licht aufgeht. Ich hätte sie mir ersparen können.

Menschen sind schwer zu verstehen. Und niemals durchschaubar.

Ich bin enttäuscht. Enttäuscht über meine Naivität immer wieder von Neuem einen Menschen unterschätzt zu haben. Nicht erkannt zuhaben, dass auch dieser Mensch nur Quatschen kann. Halt nur auf einer guten Art und Weise. Ich kann einfach nicht verstehen, wenn jemand die ganze Zeit seine Privilegien auf den Tisch legt und sagt, dass er bestimmte Normen und Werte so sehr schätzt und der festen Überzeugung ist sie auch zu verinnerlichen. Und es im Endeffekt dann doch nicht tut.

Es wurde nur geredet,
denn Worte tun nicht weh.
Aber Taten schon.

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