Samstag, 3. Januar 2015

Die Geisha

von Arthur Golden

"Der Baron - der, wie ich bemerkte, ein ziemlich nervöser Mann war - beugte sich vor, um etwas von Mamehas Tischplatte zu kratzen. Ich musste an meinen Vater denken, der am letzten Tag, als ich ihn gesehen hatte, mit den Fingernägeln den Schmutz aus der Furche Holz kratzte. Ich fragte mich, was er wohl von mir denken würde, wenn er mich jetzt sehen könnte, wie ich in Mamehas Wohnung kniete, in einem Kimono, der kostbarer war als alles, was er je gesehen hatte, mir gegenüber ein Baron und an meiner Seite eine der berühmtesten Geishas von ganz Japan. Ich war dieser Umgebung kaum würdig. Doch dann wurde ich mir der herrlichen Seidenstoffe bewusst, in denen mein Körper steckte, und ich hatte das Gefühl, in Schönheit zu ertrinken. In diesem Moment erschien mir Schönheit an sich wie eine Art schmerzliche Melancholie."


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Ich bin immer sehr traurig, wenn ich eine Geschichte beendet habe und das Buch aus der Hand legen muss. Beim Lesen bin ich so vertieft in diese mir geschilderten Welt, dass ich mich wie ein Teil von dieser fühle. So auch bei "Die Geisha". Ich wollte gar nicht, dass diese Geschichte aufhört. Ich war so verzaubert von den schönen Worten in dieser Geschichte und sehne mich nach mehr von diesen Worten. Dabei besitze ich dieses Buch schon seit einem Jahr und trotzdem habe ich es erst jetzt  über Weihnachten gelesen. Es ist ein Weihnachtsgeschenk von einer sehr guten Freundin von mir mit einer sehr süßen kleinen Widmung. Jahrelang haben wir immer wieder mal kurz über den Film "Die Geisha" debattiert und sie wollte, dass ich endlich mal das Buch dazu lese. Vielen Dank liebe J. für dieses wunderschöne Buch!

Ich empfehle es jedem, der sich für die Schönheit der japanischen Kultur interessiert. 


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